Je mehr ihr uns anfeindet, je würdevoller stehen wir auf!

Oh ja, wenn wir den Kopf aus der Masse heben, bekommen wir auf die Fresse. Fremde Menschen fühlen sich plötzlich berufen, eine Meinung über uns als Person zu haben und ganz genau zu wissen, was denn bei uns falsch läuft.

Wenn wir unklar mit uns sind, wenn wir noch unsicher sind, mit dem was wir sagen, kann es passieren, dass uns das vollkommen aus der Bahn wirft. Weil diese Personen etwas in uns berühren, dass wir selbst noch nicht klar haben. Sie bestätigen unsere Zweifel und das tut weh. 

Ich höre von vielen, dass sie aufhören laut und deutlich ihre Meinung zu sagen, weil sie vor den Anfeindungen und dem Shitstorm der dann kommt, Angst haben, oder keine Lust haben, sich mit dieser negativen Energie zu belasten. 

Verstehe ich. Voll. 

Nach fast 5 Jahren auf diesem öffentlichen Weg, tut es nicht mehr weh, aber es ist für mich, nach wie vor, schwer zu verstehen und zu akzeptieren, dass zwischen dem was ich gesagt habe und dem, was bei dem anderen angekommen ist, 100 Universen liegen.

Ich sage: “A” und der 
andere sagt: Du hast also”B” gesagt. 

Hä?

Wir können diesen Zweifeln Recht geben und aufgeben, oder wir können diese Erfahrung, diesen Schmerz annehmen und entschlossener denn je aufstehen. 

Nur wer auf seinem richtigen Weg ist, kassiert Gegenwind. 

Es ist die Frage des Lebens: 
Bist du wirklich bereit, an dich zu glauben? 

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Also, habe ich in den letzten Tagen viel Zeit damit verbracht, mich zu erklären. Zu erklären, wie das gemeint war und wie die noch größeren Zusammenhänge zusammen hängen. Ich wollte Brücken bauen. Das ist doch wohl einleuchtend, sieht du denn nicht, dass wir alle das gleiche wollen? 

Mit dem sehr lehrreichen Ergebnis, 
dass es für’n Arsch ist. 

Eigentlich sollte ich es besser wissen, aber okay, ich drehe die Runde noch so oft, bis ich es verstanden habe. Okay, okay. 🙂 



Unser Gehirn muss in jeder Sekunde bis zu 11 Millionen Bits an Informationen verarbeiten. Wenn wir sie zu 100% bewusst wahrnehmen würden, würden uns die Sicherung durch knallen. Also filtert unser Gehirn alle unwichtigen Informationen aus, speichert sie in unser Unterbewusstsein und spuckt die Informationen aus, die für uns wichtig zu sein scheinen. Und wichtig ist alles, was uns bis jetzt bekannt ist. Also alles was wir schon einmal erlebt, gesehen, gehört haben. Coole Nummer!

Verblüffend ist allerdings, dass über 99% von dem was wir in jeder Sekunde aufnehmen, in unser Unterbewusstsein wandert und nur unter 1% (um genau zu sein 0,004%) spuckt unser Gehirn an Informationen aus, die für uns wichtig zu sein scheinen. 

Da komm ich also um die Ecke und erzähle von etwas, das nicht in diese 1% passt, weil noch nie gehört, noch nie gesehen, noch nie erlebt und bedrohe damit sogar noch diese 1% die der andere als seine Wahrheit und Realität ansieht und dann versuche ich das auch noch zu erklären – ach du Scheisse. 😂

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Wenn wir einander nicht verstehen, dann hat das nichts mit Dummheit zu tun, sondern damit, dass wir einfach in vollkommen unterschiedlichen Wahrnehmungsblasen leben.

Stell dir ein Bild vor, mit Pferden, Wiesen, Wälder, Blumen, vielleicht einen kleinen Bach. Wenn ich auf dieses Bild schaue, werde ich vielleicht vor allem den kleinen Bach sehen, weil mir warm ist und ich jetzt da rein hüpfen will, während du, eher das Pferd sehen wirst, weil du schon immer ein eigenes haben wolltest und dir überlegst, wann es so weit sein wird. 

Wenn wir das wirklich verstehen können, dass JEDER, IMMER aus einem anderen Fokus heraus das Bild sieht, können wir dann vielleicht leichter, mit diesen Anfeindungen umgehen, weil wir dann verstehen, dass der andere so viel gerade über sich selbst erzählt und mich gar nicht meint. 

Vielleicht werden wir mehr über diese Blasen sprechen, als über die unerschüttlerliche Tatsache, dass wir Recht haben. 0,004% ist nicht unbedingt der sicherste Beweis, das wir Recht haben.  😁

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Ich werde ab jetzt, zu Beginn einer Unterhaltung diese Frage stellen: “Was ist dein Anliegen in diesem Gespräch?” und wenn dieses Anliegen nicht dazu dient, in einen Dialog zu kommen und uns füreinander zu öffnen, unsere Wahrnehmungen zu erweitern und die Wahrnehmung des Anderen nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als ERGÄNZUNG – werde ich keine Energie mehr in irgendein Gespräch setzen, dessen Sprache ich nicht verstehe.  

Die Brücken die wir bauen, bauen werden, werden nicht durch solche Gespräche auf Facebook entstehen, sondern wenn wir würdevoll, unerschütterlich und glasklar weiter UNSER Ding machen. Die Zeit klärt ALLES und bis dahin, bleiben wir uns treu und legen einfach los.  

💥

Je mehr ihr uns anfeindet, 
je würdevoller stehen wir auf.. 

It’s the Love Revolution 2020